Zehn Seiten klingen nach mehr. Mehr Wert, mehr Professionalität, mehr Substanz. Aber eine Webseite ist kein Buch, das man nach Seitenanzahl bezahlt. Sie ist ein Werkzeug. Und Werkzeuge werden nicht nach Gewicht bewertet, sondern danach, ob sie den Job erledigen.
Was 10 Seiten wirklich kosten
Eine Webseite mit 10 Unterseiten kostet ca. 4.800,00 Euro. Der Preis ergibt sich aus dem Design, der Einrichtung des Systems, der Erstellung der einzelnen Seiten und dem laufenden Betrieb.
Mehr Seiten, mehr Aufwand. So weit, so klar.
Aber die meisten kommen nicht mit einer Seitenzahl ins Gespräch, sondern mit einem Budget. Und das Budget ist endlich. Wer es auf zehn Seiten verteilt, hat pro Seite weniger übrig. Weniger für professionelle Fotos. Weniger für sorgfältig geschriebene Texte. Weniger für den einen Satz, der einen Besucher davon überzeugt, anzurufen.
Der Irrtum hinter der Zahl
Wer den Nutzen einer Webseite mit der Seitenanzahl gleichsetzt, denkt wie jemand, der ein Restaurant nach der Länge der Speisekarte beurteilt. Eine lange Karte bedeutet nicht "gutes Essen". Sie bedeutet meistens "viel Tiefkühlkost".
Was ein Besucher auf einer Webseite sucht, ist immer dasselbe. Er will wissen, ob der Seitenbetreiber etwas anbietet, was der Besucher will. Und wenn ja, was er tun muss, damit er es bekommt.
Wer will, was Sie verkaufen, sucht keine siebte Unterseite. Er sucht einen Grund, Sie anzurufen. Eine Über-uns-Seite ist kein Grund. Ein überzeugendes Angebot schon.
Wohin dann mit dem Budget?
Weniger Seiten bedeuten weniger Aufwand. Weniger Aufwand bedeutet, dass vom selben Budget mehr für das Wesentliche bleibt. Die entscheidende Frage ist: Was ist "das Wesentliche"?
Die Antwort: Besseren Inhalt für die Seiten, die es gibt.
Ein Besucher entscheidet in wenigen Sekunden, ob er bleibt oder geht. In dieser Zeit sieht er ein Bild, liest eine Überschrift, spürt einen ersten Eindruck. Keine Firmengeschichte, kein dritter Reiter im Navigationsmenü.
Was in dieser Zeit wirkt: ein professionelles Foto, das zeigt, was der Besucher haben möchte. Ein Satz, der sofort klar macht, was Sie anbieten. Und eine Kontaktmöglichkeit, die keine Hürde ist.
Das übrige Budget gehört zu einem Fotografen, der Ihr Angebot vorteilhaft darstellt. Zu einem Texter, der Texte schreibt, die beim Leser den Wunsch zu kaufen hervorrufen. Und zu einem Fachmann für Webseiten, der eine technisch saubere Grundlage schafft, die den Besucher nicht nach drei Sekunden Ladezeit wieder verliert.
Wie viele Seiten machen Sinn?
Die Regel ist einfach: Jede Seite bespricht genau ein Thema. Nicht zwei, nicht anderthalb. Eines. Ein Produkt. Eine Leistung. Eine Seite für häufig gestellte Fragen. Qualität vor Quantität.
Wie viele es am Ende sind, ergibt sich daraus von selbst. Manchmal sind es drei, manchmal acht. Die Zahl ist das Ergebnis, nicht der Plan.
Das übrige Budget gehört nicht in weitere Seiten. Es gehört in die Qualität des gebotenen. Ein Foto, das überzeugt. Ein Text, der sitzt. Eine Seite, die lädt, bevor der Besucher ungeduldig wird.
Eine Webseite, die das schafft, gewinnt mehr Kunden als zehn Seiten, die alles irgendwie machen.
Die besten Webseiten sind nicht die größten. Sie sind die klarsten.